Das ideale Konzept von Musikfestivals: Die Geschichte der Fête de la Musique

Jedes Jahr am 21. Juni geschieht etwas Magisches auf den Straßen Frankreichs. Musikerinnen und Musiker verlassen ihre Proberäume und strömen auf Gehwege, Parks und öffentliche Plätze. Ganze Städte verwandeln sich in ein einziges, riesiges Open-Air-Konzert. Keine Tickets. Keine Absperrungen. Nur Musik überall.

Das ist die Fête de la Musique, und ihre Geschichte ist so reich wie die Klänge, die sie feiert.

Die Wurzeln der Fête de la Musique reichen bis ins Jahr 1976 zurück, als der amerikanische Musiker Joel Cohen, der für den französischen Musiksender France Musique arbeitete, etwas entwarf, das er „Saturnales de la Musique" nannte, eine musikalische Feier zu den beiden Sonnenwenden des Jahres: dem 21. Juni und dem 21. Dezember. Die Idee war einfach, aber kraftvoll: die längsten und kürzesten Tage des Jahres zum Anlass nehmen, um Musik in all ihren Formen zu feiern.

1982: Das Jahr, das alles veränderte

Sechs Jahre später fand die Idee ihren Moment. Im Jahr 1982 führte das französische Kulturministerium eine groß angelegte nationale Umfrage zu den Kulturgewohnheiten der Franzosen durch. Die Ergebnisse waren aufsehenerregend: Jeder zweite junge Mensch in Frankreich spielte ein Musikinstrument.

Die Botschaft war klar: Musik war nicht nur etwas, das man konsumierte. Sie war etwas, das man lebte.

Kulturminister Jack Lang und Maurice Fleuret, Direktor für Musik und Tanz, griffen diese Erkenntnis mit einer mutigen Vision auf. Anstatt eine von oben organisierte, kostenpflichtige Veranstaltung ins Leben zu rufen, hängte das Ministerium schlicht Plakate auf, die die Franzosen dazu aufriefen, frei, spontan und im öffentlichen Raum zu musizieren.

Die Resonanz war überwältigend. Tausende von Initiativen entstanden in ganz Frankreich. Bereits bei der ersten Ausgabe erreichte das Festival genau das, was es sich vorgenommen hatte: Es zeigte, wie tief verwurzelt Musik im individuellen und kollektiven Leben der Franzosen war.

Eine Revolution ohne Bühne

Was die Fête de la Musique wirklich revolutionär machte, war nicht die Musik selbst – es war die Philosophie dahinter. Zum ersten Mal brach eine staatlich organisierte Kulturveranstaltung bewusst die Hierarchie zwischen Musikstilen und Publikum auf. Klassik und Jazz standen gleichberechtigt neben Rock, Folk und allem dazwischen. Keine VIP-Bereiche. Keine Genregrenzen. Nur eine offene Einladung für alle, mitzumachen.

Dieser Geist der radikalen Offenheit wurde zur prägenden Identität des Festivals.

Eine globale Bewegung

Bereits 1985, im Europäischen Jahr der Musik, begann die Fête de la Musique, Grenzen zu überschreiten. Was als nationales französisches Fest begann, wurde schnell zu einem europäischen und schließlich globalen Ereignis. Innerhalb eines Jahrzehnts wurde der Musikfeiertag auf allen Kontinenten, in fast 85 Ländern gefeiert.

Im Jahr 1997 wurden die Grundsätze des Festivals offiziell in der Budapester Charta verankert, die festlegte, wie ein echtes „Europäisches Musikfestival" aussehen sollte:

  • Veranstaltungen müssen lokal und gemeinschaftlich geprägt sein

  • Sie müssen Begegnungen fördern

  • Sie müssen am 21. Juni stattfinden

  • Sie müssen die Vielfalt musikalischer Praktiken und Publika hervorheben

  • Sie müssen zu spontaner und freier Teilnahme einladen

Eine Plattform für neue Stimmen

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Fête de la Musique eine neue Dimension angenommen: Sie ist zu einem echten Sprungbrett für aufstrebende Künstlerinnen und Künstler geworden insbesondere innerhalb multikultureller Gemeinschaften in Frankreich.

Aufstrebende Musikerinnen und Musiker, Rapper und DJs fanden in der Fête de la Musique eine Bühne, die von ihnen nichts verlangte außer ihrem Talent. Für viele lokale Künstlerinnen und Künstler war es ihr erster echter Moment öffentlicher Aufmerksamkeit.

Eines der eindrucksvollsten Beispiele ist MHD, der guineisch-französische Künstler, der die Dynamik von Straßenfestivals wie der Fête de la Musique nutzte, um sein Publikum aufzubauen und seine Afrotrap-Series zu lancieren. Bis 2016 war er zu einem der gefeiertsten musikalischen Frankreichs geworden. 

Mehr als ein Festival

Die Fête de la Musique ist nicht nur ein Datum im Kalender. Sie ist ein Statement: dass Musik allen gehört, dass die Straße eine ebenso gültige Bühne ist wie jeder Konzertsaal, und dass die schönsten kulturellen Momente jene sind, die ohne Eintrittspreis entstehen.

Von der Idee eines einzelnen amerikanischen Musikers im Jahr 1976 über eine Plakatakampagne der französischen Regierung im Jahr 1982 bis hin zu einer globalen Feier in 85 Ländern.

Das ist der Look, inspiriert von der Fete de la Musique – eine perfekte Mischung aus Mode und kuratierten Pieces, mit der Sie das Festival genießen können, ohne sich Gedanken über Ihren Look machen zu müssen. Und das Beste: Sie können das Outfit ganz einfach virtuell direkt von zu Hause aus mit Ihrem Smartphone anprobieren:

Dafür klicken Sie einfach auf das Bild des Outfits, das Sie anprobieren möchten – oder Sie testen sich direkt durch alle Looks, wenn Sie mehrere Favoriten haben.

So funktioniert’s:

  1. Klicken Sie auf „Try The Look“
  2. Wählen Sie die Kategorie „Outfit“
  3. Laden Sie ein Foto von sich hoch
  4. Am besten eignet sich ein Ganzkörperfoto mit ruhigem, neutralem Hintergrund – so kann Modamò das komplette Outfit am saubersten auf Sie anpassen.
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